So verbessern Sie die Schulakustik für Unterricht und Gruppenarbeit

Warum ist die Stimme der Lehrkraft vorne im Klassenzimmer gut verständlich, während es in den hinteren Reihen schwerfällt, ihr zu folgen? Und wie verändert sich die Geräuschkulisse, wenn die Klasse in Gruppen arbeitet?

Gute Schulakustik erfordert, übermäßigen Nachhall zu begrenzen, Hintergrundgeräusche zu reduzieren und die jeweiligen Aktivitäten im Raum zu unterstützen. Schallabsorbierende Wandpaneele, Deckensegel und Akustikmöbel können dazu beitragen, reflektierten Schall zu reduzieren. Geräusche von technischen Anlagen oder aus benachbarten Räumen können dagegen gesonderte Maßnahmen erfordern.

Entfernung, Raumoberflächen und konkurrierende Stimmen beeinflussen, wie gut Schülerinnen und Schüler das Gesagte verstehen. Wer diese Zusammenhänge kennt, versteht auch, warum Klassenzimmer, Gruppenräume und Gemeinschaftsbereiche unterschiedliche akustische Lösungen benötigen.

Warum ist Sprache in den hinteren Reihen schwerer zu verstehen?

In der Nähe der Lehrkraft erreicht die Schülerinnen und Schüler ein starker Direktschall: der Anteil der Stimme, der unmittelbar von der sprechenden zur zuhörenden Person gelangt. Mit zunehmender Entfernung wird dieser Direktschall schwächer. Reflektierter Schall und Hintergrundgeräusche können dadurch im Verhältnis zur Stimme stärker hervortreten.

So kann ein Kind in der letzten Reihe zwar hören, dass die Lehrkraft spricht, aber dennoch Schwierigkeiten haben, einzelne Wörter zu unterscheiden. Lauteres Sprechen löst dieses Problem nicht zwangsläufig, da der Raum auch die lautere Stimme reflektiert.

Einige frühe Schallreflexionen können die Sprachverständlichkeit unterstützen. Entscheidend ist, übermäßige oder spät eintreffende Reflexionen zu begrenzen, die das Gesagte undeutlich werden lassen.

Was ist Nachhall, und wie beeinflusst er die Akustik im Klassenzimmer?

Glas, Beton und andere harte Oberflächen reflektieren in der Regel Schall. Wird dieser wiederholt zwischen den Oberflächen reflektiert, klingt er im Raum weiter, obwohl die ursprüngliche Schallquelle bereits verstummt ist. Das bezeichnet man als Nachhall.

Hält der Nachhall zu lange an, kann das Ende eines Wortes den Anfang des nächsten überlagern. Dadurch wird Sprache undeutlicher, besonders wenn gleichzeitig andere Geräusche zu hören sind.

Schallabsorbierende Oberflächen verringern die Schallenergie, die in den Raum zurückgeworfen wird. Ihre Wirkung hängt von ihren akustischen Eigenschaften, ihrer Fläche und Platzierung sowie vom Raum selbst ab. Eine kleine Absorptionsfläche reicht daher nicht zwangsläufig aus, um die Akustik in einem großen Klassenzimmer insgesamt zu verbessern.

Mehr darüber, was Akustik ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wie beeinflussen Hintergrundgeräusche die Sprachverständlichkeit?

Lüftungsgeräusche, Schritte auf dem Flur, Stühlerücken und Gespräche in der Nähe können mit der Stimme der Lehrkraft konkurrieren. Entscheidend ist, wie laut die Stimme im Verhältnis zu diesen Störgeräuschen am jeweiligen Hörplatz ankommt.

Akustische Verbesserungen sollten deshalb sowohl den Nachhall als auch die Geräuschquellen berücksichtigen. Schallabsorption im Klassenzimmer kann Reflexionen begrenzen. Laute technische Anlagen oder Geräusche, die durch Türen und Fenster eindringen, können dagegen zusätzliche Maßnahmen erfordern.

Gute Hörbedingungen sind für alle wichtig, auch für Schülerinnen und Schüler mit Hörbeeinträchtigungen oder Schwierigkeiten bei der auditiven Wahrnehmung und Verarbeitung. Sie entlasten zugleich Lehrkräfte, die sich sonst stimmlich gegen einen lauten Raum durchsetzen müssen.

Was verändert sich bei der Gruppenarbeit?

Beim Unterricht mit der gesamten Klasse richtet sich die Aufmerksamkeit meist auf eine sprechende Person. Während der Gruppenarbeit finden mehrere Gespräche gleichzeitig statt. Die Stimme, der ein Kind folgen möchte, konkurriert nun mit den Stimmen an den Nachbartischen.

Ein sinnvoller Ansatz verbindet die Reduzierung von Schallreflexionen mit einer durchdachten Anordnung und Abschirmung der Gruppen. Soweit es die Aktivitäten zulassen, kann ein größerer Abstand zwischen den Gruppen gegenseitige Störungen verringern.

Akustikmöbel können außerdem kleinere Arbeitsbereiche innerhalb eines größeren Raumes schaffen. DAMPA® Spacebietet einen ausklappbaren Arbeitsplatz mit schallabsorbierenden Oberflächen. So entsteht ein klar abgegrenzter Bereich für Einzelarbeit oder Lernaktivitäten in kleinen Gruppen. Wird die Fläche für andere Zwecke benötigt, lässt sich das Element wieder zusammenklappen.

Ein Arbeitsplatz innerhalb eines gemeinsam genutzten Raumes bleibt akustisch mit seiner Umgebung verbunden. Für Tätigkeiten, die eine weitgehende Abschirmung von benachbarten Gesprächen erfordern, kann ein geschlossener Raum notwendig sein.

Was ist der Unterschied zwischen Schallabsorption und Schalldämmung?

Schallabsorption reduziert den Schall, der innerhalb eines Raumes reflektiert wird. Schalldämmung begrenzt die Übertragung von Schall zwischen Räumen durch Wände, Geschossdecken, Türen und andere Bauteile.

Akustikpaneele können den Nachhall verringern. Sie machen ein Klassenzimmer jedoch nicht automatisch schalldicht und verhindern nicht zwangsläufig, dass Gespräche in benachbarten Räumen zu hören sind.

Wie unterscheiden sich die akustischen Anforderungen in den einzelnen Schulbereichen?

Klassenzimmer

Im Mittelpunkt steht eine gute Sprachverständlichkeit im gesamten Raum. Gleichzeitig soll der Raum Gespräche und wechselnde Unterrichtsformen unterstützen. Vorhandene Oberflächen, die Sitzordnung und Hintergrundgeräusche sollten bei der Auswahl der Akustikmaßnahmen berücksichtigt werden.

Gruppenräume

Auch kleine Räume können deutlich nachhallen. Achten Sie darauf, wie gut sich die Schülerinnen und Schüler am Tisch gegenseitig verstehen und ob Gespräche aus angrenzenden Räumen zu hören sind.

Mensen und Pausenräume

Viele gleichzeitige Gespräche, Stühlerücken und Geschirrgeräusche erzeugen eine andere Geräuschkulisse. Schallabsorption kann verhindern, dass sich reflektierter Schall zu stark aufbaut. Praktische Maßnahmen können zusätzlich die Geräusche direkt an der Quelle reduzieren.

Auch Lehrerzimmer sollten als Orte für Gespräche und Erholung berücksichtigt werden. Weitere Anregungen finden Sie bei unseren Akustiklösungen für Mensen und Pausenräume.

Atrien und Gemeinschaftsbereiche

Große Raumvolumen und harte Oberflächen können dazu führen, dass Schall lange nachklingt und sich weit ausbreitet. Werden solche Bereiche auch zum Lernen genutzt, sollte berücksichtigt werden, wie sich diese Aktivitäten mit Durchgangsverkehr und anderen Nutzungen vereinbaren lassen.

So wählen Sie Akustiklösungen für eine bestehende Schule aus

Beginnen Sie mit dem Raum und dem konkreten Problem. Ist die Sprache im Unterricht schwer verständlich? Stören sich benachbarte Gruppen gegenseitig? Oder sind vor allem Geräusche vom Flur das Problem?

Wandpaneele, abgehängte Akustik-Deckensegel und Akustikmöbel bieten unterschiedliche Möglichkeiten, bestehende Räume mit zusätzlicher Schallabsorption auszustatten und ihre Nutzung zu unterstützen.

DAMPA® Silent Board und Silent Board Flex schaffen schallabsorbierende Flächen an den Wänden. DAMPA® Silent Cloud bietet Schallabsorption durch abgehängte Deckensegel, wenn wenig Wandfläche verfügbar ist oder diese anderweitig benötigt wird. DAMPA® Space verbindet schallabsorbierende Oberflächen mit einem Arbeitsplatz, der sich aus- und wieder zusammenklappen lässt.

Berücksichtigen Sie beim Vergleich der Lösungen:

  • Die nachgewiesene Schallabsorption und die Montagebedingungen, unter denen sie ermittelt wurde.

  • Den erforderlichen Umfang und die Verteilung der schallabsorbierenden Flächen im Raum.

  • Den verfügbaren Platz, vorhandene Akustikmaßnahmen und die täglichen Aktivitäten.

  • Langlebigkeit, Reinigungsanforderungen und eine sichere Montage.

  • Farben und Oberflächen, die zur Gestaltung der Schule passen.

Eine Schallabsorptionsklasse beschreibt die geprüften Eigenschaften eines Produkts unter bestimmten Testbedingungen. Sie gibt jedoch nicht an, wie viele Paneele ein konkreter Raum benötigt. Raumakustische Messungen und eine fachliche Beurteilung können helfen, geeignete Maßnahmen festzulegen.

Akustik als Teil der Schulgestaltung

Akustikprodukte prägen auch das Erscheinungsbild einer Schule. Wandpaneele können einen dezenten Hintergrund bilden oder farbliche Akzente setzen. Akustikmöbel können helfen, einzelne Bereiche innerhalb eines gemeinsam genutzten Raumes zu definieren.

DAMPAs Akustiklösungen aus Metall kombinieren perforierte Oberflächen mit dahinterliegenden schallabsorbierenden Materialien. So wird eine robuste Metalloberfläche zum Bestandteil eines schallabsorbierenden Produkts.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Akustikpaneele aus Metall Schall absorbieren.

Sprechen wir über die Akustik in Ihrer Schule

Haben Sie Fragen zu unseren Akustiklösungen oder möchten Sie mehr über die verfügbaren Farben und Oberflächen erfahren? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir informieren Sie über unsere Produkte und die Möglichkeiten für Ihre Schule.

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